Historie
Der Ort Bönnigheim mit seinem Teilort Hohenstein liegt inmitten von Weinbergen zwischen Stuttgart und Heilbronn. 1946 gründete Prof. Dr.-Ing. Otto Mecheels hier die Hohenstein Institute.
Prof. Dr.-Ing. Otto Mecheels kehrt nach Zerstörung der "Preußischen Höheren Schule für Textilindustrie" in Mönchengladbach im Jahr 1944 zusammen mit den Lehrern und Schülern der Abschlussklasse in seine Heimatstadt Bönnigheim zurück. Sie nutzen zunächst die leeren Räume des dortigen Schlosses - nach Kriegsende erfolgt der Umzug auf das Schloss Hohenstein in direkter Nachbarschaft. Im Jahr 1946 gründet Prof. Dr.-Ing. Otto Mecheels zusammen mit seiner Frau Lisel, geborene Krempel, das Forschungsinstitut Hohenstein als selbstständiges Unternehmen
Gründung der Lehr- und Versuchsanstalt für die Bekleidungstechnik. Im ersten Semester werden 16 Studenten unterrichtet.
Die Gütegemeinschaft sachgemäße Wäschepflege e.V. wird gegründet und vergibt fortan das RAL-Gütezeichen 992-1 für Haushalts- und Objektwäsche. Die Ausbildung für den Textileinzelhandel wird nicht mehr in Hohenstein, sondern an der LDT in Nagold angeboten. Vermutlich in diesem Jahr steht in den Hohensteiner Räumlichkeiten erstmals eine komplett funktionierende Chemischreinigung mit Annahmestellen in der Umgebung, in der die Studierenden erste Praxiserfahrungen sammeln können.
Dr. Jürgen Mecheels übernimmt in zweiter Generation die Leitung der Hohenstein Institute. Das Bekleidungsphysiologische Institut Hohenstein e. V. (BPI) wird als Einrichtung der öffentlich institutionell geförderten industriellen Gemeinschaftsforschung gegründet und macht sich schnell durch seine Arbeit im Bereich der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren international einen Namen. In den Räumen des neu erbauten Technikums steht erstmals eine Klimakammer für Trageversuche zur Verfügung.
Die Gliederpuppe "Charlie", ein an den Hohenstein Instituten entwickeltes Thermoregulationsmodell des Menschen, ergänzt die am Hautmodell durchgeführten Messungen von bekleidungsphysiologischen Kenngrößen zur Ermittlung des objektiven Tragekomforts. Mittlerweile verrichtet mit Charlie IV der Ur-Urenkel der Gliederpuppe von 1968 seinen Dienst an den Hohenstein Instituten. Die Lehranstalt Hohenstein e.V. wird in Technische Akademie Hohenstein e.V. umbenannt.
Die letzte Abschlussklasse von Textilkaufleuten verlässt Hohenstein.
Das erste Hautmodell, in dem die Haut durch eine poröse Metallsinterplatte nachgeahmt wird, erhöht die Messgenauigkeit bei der Messung des Wärme- und Feuchtetransportvermögens von Textilien erheblich. Dieses erste Hautmodell, präsentiert von Prof. Dr. Jürgen Mecheels, wird zum Ausgangspunkt für Weiterentwicklungen, die schließlich zu einer Normung des Hohensteiner Modells führen. Die letzte Abschlussklasse von Textilingenieuren der Fachrichtung Textilchemie verlässt Hohenstein.
Der Prototyp des an den Hohenstein Instituten entwickelten rechnergestützten Kompressionsmessgerätes HOSY geht in Betrieb. Es erlaubt erstmals das Kompressionsverhalten von Kompressionsstrümpfen exakt, zerstörungsfrei und über die gesamte Strumpflänge hinweg in einem Arbeitsgang zu erfassen und zu registrieren.
Prof. Dr. Jürgen Mecheels erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande und scheidet aus der Geschäftsführung der Hohenstein Institute aus. Sein Sohn Dr. Stefan Mecheels übernimmt in dritter Generation die Leitung des Unternehmens. Er hat in Stuttgart Maschinenbau und anschließend in Bamberg Betriebswirtschaft studiert und ist bereits seit 1988 im Unternehmen tätig.
Mit der letzten Abschlussklasse von Bekleidungstechnikern stellt die Technische Akademie Hohenstein e.V. den regulären Schulbetrieb ein. Weiterhin wird aber ein breites Spektrum an praxisorientierten Seminaren und Weiterbildungs-veranstaltungen angeboten. Innerhalb von 3 Monaten wird im William-Küster-Bau das mikrobiologische Labor des neu gegründeten Instituts für Hygiene und Biotechnologie (IHB) aufgebaut. Dort werden künftig u. a. die mikrobiologischen Auswertungen für die Gütegemeinschaft sachgemäße Wäschepflege e.V. vorgenommen. Die erste Auslandsniederlassung der Hohenstein Institute wird in der Türkei gegründet.
Die Hohenstein Institute Textile Testing Services in Apex betreuen künftig die Kunden in den USA.
Das Kompetenzzentrum Textil und Haut wird anlässlich der ersten Konferenz über Textilien und die menschliche Haut in Apolda gegründet. Mitglieder sind neben den Hohenstein Instituten das Textilforschungszentrum Nord-West DTNW Krefeld und die Universität Jena. In Peru eröffnet das Instituto Textil Hohenstein als erste Auslandsvertretung der Hohenstein Institute in Lateinamerika.
Das Hohenstein Institute México berät künftig insbesondere Kunden aus Mexiko hinsichtlich der Hohensteiner Dienstleistungen.
Das Institut für Hygiene und Biotechnologie (IHB) wird zur eigenständigen Abteilung. Bereits seit 1996 optimieren zahlreiche internationale Auftraggeber aus der Textil- und Gesundheitsbranche mit den unabhängigen Untersuchungen des IHB die Sicherheit in der Anwendung neuartiger und bestehender Produkte. Außerdem führt das IHB die mikrobiologischen Untersuchungen für die Gütegemeinschaft sachgemäße Wäschepflege e.V. durch. Die Hohenstein Institute übernehmen das ungarische Prüflabor Innovatext in Budapest. Mit dem Instituto Hohenstein Brasil in São Paulo eröffnet nach den USA (1999), Peru (2002) und Mexiko (2003) bereits die vierte Auslandsniederlassung in Nord- und Lateinamerika. Von Hanoi aus betreut das Hohenstein Institute Vietnam Kunden im gesamten asiatischen Raum. Mit dem Hohenstein Institute Bangladesh in Dhaka bieten die Hohenstein Institute auch auf dem indischen Subkontinent eine intensive Betreuung ihrer Kunden an.
Nach längerer Krankheit verstirbt am 31. Juli 2006 im Alter von 78 Jahren Prof. Dr. Jürgen Mecheels, ehemaliger Leiter der Hohenstein Institute und international anerkannter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Textilforschung. Die Hohenstein Institute werden zum „Ausgewählten Ort im Land der Ideen“ ernannt und sind einer der 365 Orte, die im Jahr der Fußball-WM den Ideenreichtum und die Leistungsfähigkeit Deutschlands repräsentieren. Am 28. Januar sind anlässlich des Tages der Offenen Tür mehr als 4.500 Besucher zu Gast auf Schloss Hohenstein. In Indien und Sri Lanka werden Auslandsvertretungen der Hohenstein Institute eröffnet.
Mit einer stärkeren Konzentration auf die Marke „Hohenstein“ und einer entsprechenden Neugestaltung des Firmenlogos betonen die Hohenstein Institute ihre erfolgte Wandlung vom innerdeutschen Forschungs- und Prüfinstitut hin zum weltweiten Anbieter hochspezialisierter Dienstleistungen rund um das Thema Textil. Ebenfalls Ausdruck der strategischen Weiterentwicklung ist die Gründung der „Hohenstein Textile Testing Institute GmbH & Co. KG“. In das neue Unternehmen werden zum 1. Dezember 2008 die Prüf- und Dienstleistungsangebote der bisherigen Warenprüfung der Hohenstein Institute überführt. Die Kunden der Hohenstein Institute werden von mittlerweile 19 Auslandsbüros in 17 Ländern betreut. Das Institut für Hygiene und Biotechnologie wird als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" ausgezeichnet und öffnet am 18. Februar seine Labore für die Öffentlichkeit.
Im Hinblick auf die zunehmende internationale Ausrichtung der Hohenstein Institute werden die Unternehmenseinheiten des internationalen Textilforschungs- und Dienstleistungszentrums zum 1. Januar 2010 teilweise umbenannt. Im Vordergrund steht bei der Namensgebung die Stärkung der Dachmarke „Hohenstein“. Unter dieser agieren künftig folgende Firmen: Hohenstein Laboratories GmbH & Co. KG (bisher Forschungsinstitut Hohenstein Prof. Dr. Jürgen Mecheels GmbH & Co. KG) Hohenstein Institut für Textilinnovation e.V. (bisher Bekleidungsphysiologisches Institut Hohenstein e.V.) Hohenstein Academy e.V. (bisher Technische Akademie Hohenstein e.V.) Hohenstein Textile Testing Institute GmbH & Co. KG
Als Prof. Dr.-Ing. Otto Mecheels mit seiner Familie und rund 60 Studenten sowie Lehr- und Forschungspersonal die Räume des Schlosses Hohenstein bezieht, zeigt dieses noch sämtliche Kriegsschäden wie ein Loch im Schlossdach und die heruntergebrannte Schlosskelter. Das Inventar wurde zu Kriegsende weitestgehend geplündert.
Prof. Otto Mecheels kauft das mittlerweile in Staatsbesitz befindliche Schloss. In einem Fertigbau der Firma Kübler ist zunächst die Contex (Konfektion Textil) untergebracht, von der im Lohn Näharbeiten für die Firma R&A Becker durchgeführt werden. In der Folge sind in den Räume ab 1955 das chemische Labor für Textilingenieure, ab 1957 das Bekleidungstechnikum und ab 1963 die Mensa untergebracht. Der Abbruch wird 1985 zu Gunsten eines Neubaus (Kavaliersbau) erfolgen.
Zwei Kübler-Fertigbauteile werden an der Ostseite des Schlosses auf dem ehemaligen Nutzgarten gebaut. Heute beherbergen die Räume Teile der Abteilung Bekleidungstechnik. Auch die im Krieg ausgebrannte Kelter wird wieder aufgebaut und beherbergt zunächst die Aula und Unterrichtsräume der Lehranstalt Hohenstein e.V.. 1979 wird das Gebäude in ein Technikum für den Bereich Consumer Tests umgewandelt werden.
Das Schloss wird in einem hellen barockgelb gestrichen. Der William-Küster-Bau, benannt nach dem berühmten Chemiker und Doktorvater von Otto Mecheels, wird gebaut und bietet zusätzliche Unterrichtsräume und das Laboratorium für die Chemische Abteilung. Nach einem Umbau im Jahre 1995 wird das Gebäude vom Institut für Hygiene und Biotechnologie und der Abteilung Bekleidungsphysiologie genutzt werden.
Das Gebäude des Technikums wird zunächst zweistöckig erbaut und bietet Platz für zwei weitere Hörsäle, ein Chemisches Laboratorium und Büros. 1969 wird das Gebäude um eine Etage aufgestockt und 1984 durch einen unterirdischen Anbau für Labor- und Lagerräume erweitert. An der Westwand des Schlosses wird nach dem Vorbild von Schloss Langenburg bei Öhringen ein Balkon im Wohnbereich der Familie von Prof. Dr. Jürgen Mecheels errichtet.
Akuter Platzmangel macht den Auszug der Familie von Prof. Dr. Jürgen Mecheels nach 15 Jahren auf dem Schloss notwendig. Die Räume im ersten Stock werden künftig von der Geschäftsleitung der Hohenstein Institute genutzt.
Der im Jahr 1954 errichtete Fertigbau, in dem zunächst für die Firma R&A Becker im Lohn Näharbeiten durchgeführt wurden, ab 1955 das Chemische Labor für Textilingenieure, ab 1957 das Bekleidungstechnikum und ab 1963 die Mensa untergebracht waren, wird zu Gunsten eines Neubaus (Kavaliersbau) abgebrochen.
Hedwig Mecheels, die Witwe von Prof. Dr.-Ing. Otto Mecheels, zieht aus dem Schloss in ein Wohnstift. Die Räume ihrer bisherigen Wohnung werden künftig von der Geschäftsleitung und dem Chefsekretariat genutzt.
Das Chemische Forschungslabor im Bau 6 erhält eine grundsätzliche Renovierung. Die Laboratorien und Arbeitsräume im dritten Stock Ost des Schlosses sowie das Archiv im Dachgeschoss werden modern ausgebaut und eine Treppe ins Dachgeschoss installiert.
Am 18. April 2006 erfolgt der erste Spatenstich bzw. Baggerbiss zum Neubau eines Dienstleistungs- und Forschungsgebäudes mit einer Fläche von rund 1700 qm. Dieses soll unter anderem die Containerbüros der Abteilung Bekleidungstechnik aus dem Jahre 1995 ersetzen. Die Fertigstellung erfolgt 2007 geplant.
In Anwesenheit des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Ernst Pfisters sowie zahlreicher Freunde der Hohenstein Institute wird am 28.9.2007 das neue Service- und Innovationsgebäude, der `Josef-Kurz-Bau´ am Südhang des Schlossberges eingeweiht. Mit der Namensgebung bedankt sich die Familie Mecheels bei Prof. Dr. Josef Kurz für seine mehr als 50-jährige fruchtbare Tätigkeit für die Hohenstein Institute. Im neuen Gebäude stehen rund 1.700 qm zusätzliche Labor-, Büro- und Lagerflächen zur Verfügung, die von 45 Mitarbeitern aus den Abteilungen Warenprüfung, Bekleidungstechnik, Bekleidungsphysiologie sowie Textile Dienstleistungen und Innovationen genutzt werden. Die Kosten für das Gebäude und seine Einrichtung betragen 3,7 Mio. Euro. Die Landesstiftung Baden-Württemberg stellt zusätzlich dem gemeinnützigen Forschungszweig Mittel in Höhe von 1,5 Mio. Euro zur Anschaffung von neuen wissenschaftlichen Geräten zur Verfügung.
Das Dach und die Fassade des Schlosses Hohenstein werden von Grund auf saniert. Die Farbgebung orientiert sich an der ursprünglichen Gestaltung des Gebäudes. Am 10. Juli werden die Turmspitzen mit "Zeitkapseln" versehen. Dachfläche: ca. 950 qm Verarbeitete Dachziegel: 29.000 für das Hauptdach, 13.000 für die Türme Gewicht der verarbeiteten Dachziegel (Biberschwanz): 45 Tonnen für das Hauptdach, 14 Tonnen für die Türme Gewicht der verarbeiteten Mineralfarbe: 950 kg Gesamtlänge der verarbeiteten Dachlatten: ca. 6.700 lfm
Die Kelten errichten erste Siedlungen und Betreiben auf dem Michelsberg eine Fliehburg und ein Heiligtum mit Opferstätte
Besetzung durch die Römer. Wenig später Bau einer Strasse und Errichtung des Limes-Wall.
Das römische Reich zerfällt. In der Region kommen die Alemannen an die Macht.
Die Franken schlagen die bis dorthin herrschenden Alemannen. Die unterlegenen Alemannen müssen darauf einen Teil ihrer Gebiete den Franken überlassen.
Nach weiteren militärischen Niederlagen der Alemannen untersteht nun das ganze Reich den Franken. Das Gebiet wird in Grafschaften aufgeteilt. Der Ort Hohenstein gehörte zuerst zur Grafschaft Lauffen später zu Enzau unter dem Grafen von Vaihingen.
Um die Bauern der Region zu schützen, erbauen Ritter erst kleine Festungen - darunter auch die Burg Hohenstein.
Der ursprüngliche Name von Hohenstein "Howenstein" wird erstmals in einer Urkunde des Zisterzienser-Klosters Maulbronn (heute UNESCO-Weltkulturerbe, ca. 30 km von Hohenstein entfernt) erwähnt. Als Burginhaber wird Geroldus von Howenstein genannt. Ein Bild der Burg gibt es nicht, es ist allerdings wahrscheinlich, dass die Burg einen mächtigen Bergfried besaß, der vom gesamten Umland aus zu sehen war.
Nachdem die Ritter Howenstein ausgestorben sind, verleibt sich der Graf von Württemberg die Burg Hohenstein ein.
Das Gut Hohenstein wird je zur Hälfte an die Freiherrn von Lienenheim und Talheim verkauft.
Da die Burg von ihrem Besitzer nicht mehr selbst bewohnt wird, wird sie mehr und mehr vernachlässigt und verfällt allmählich zur Ruine.
Das Rittergut Hohenstein fällt wieder an Württemberg zurück. An der Stelle der total zerfallenen Burg Hohenstein wird von Herrn von Plieningen (Ort bei Stuttgart, unmittelbar benachbart zu Hohenheim) das Schloss Hohenstein erbaut.
Die Dorfkirche in Hohenstein wird erbaut.
Der Eitel Hans von Plieningen wird alleiniger Herr von Hohenstein.
Die Region erlebt nach der Niederlage der protestantischen Truppen am 6. und 9. September zwei verheerende Plünderungen.
Hohenstein wird vollkommen an Herzog Eberhard von Württemberg abgetreten und am 14. Mai 1641 von der Witwe Anna Marie Jakob gekauft.
Das Schloss wird von kurbayrischen Truppen geplündert.
Die Hohensteiner Schlossherren richten einen eigenen Friedhof ein. Vorher waren sie auf dem Friedhof von Kirchheim begraben worden.
Die ältere Tochter Antonie der Witwe Jakob heiratet den Freiherrn Eberhard Ernst von Gaisberg.
Im März fallen die Truppen von König Ludwig XIV über die Region her und verwüsten sie.
Neben dem Heidelberger Schloss wird auch das Schloss Hohenstein von Truppen des französischen General Mélac geplündert und niedergebrannt.
Unter der Witwe Maria Magdalena von Gaisberg wird das völlig zerstörte Schloss im schlichten Renaissancestil mit zwei Wohntürmen und einem Treppenturm wieder aufgebaut. Der frühere Ostflügel wird nicht wieder aufgebaut. Die Baumaßnahmen stellen den letzten Abschnitt in der Baugeschichte des Schlosses dar und repräsentiert das heutige äußere Aussehen des Schlosses.
Da ein Freiherr von Schütz-Pflummern in die Familie Gaisberg eingeheiratet hat und die Gaisbergs keine männlichen Nachkommen haben, geht der gesamte Besitz an die von Schütz-Pflummerns über und bleibt dort bis ins Jahr 1942.
Die Lehnzehnten werden an die herzogliche bzw. an die königliche Kammer und nicht mehr an die Schlossherren entrichtet.
Das Gut wird an den Kurfürsten Friedrich von Württemberg verkauft.
Ort und Schloss werden von französischen Reitern geplündert.
1913-1919 Unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg wird das Schloss von August Wilhelm Schott von Pflummern einer umfangreichen inneren und äußeren Erneuerung unterzogen. U. a. werden Paneelwände im heutigen Geschäftsleitungssekretariat und Stuckdecken im heutigen Sitzungszimmer ergänzt. Die Außenaufnahme stammt ca. von 1920: die steigseitigen Weinberge am Schloss sind noch vorhanden, aber die Gesindehäuser wurden zwischenzeitlich abgerissen.
Die erste Luftaufnahme des Schlosses Hohenstein zeigt u. a. die Schlosskelter Die Weinberge am dorfseitigen Hang reichen bis an die Schlossmauern heran. Der unterhalb der Kelter befindliche Nutzgarten wird 1954 aufgelöst. An seiner Stelle entsteht ein Anbau für die damalige Lehranstalt Hohenstein.
Nach dem Tod der Eltern erben Ruth und Isabella Schott von Pflummern das Schloss und müssen es aufgrund der hohen Besteuerung notgedrungen an das Deutsche Frauenwerk der NSDAP verkaufen. Die Äcker und die Weinberge des Schlossguts werden verpachtet. Das Schloss erhält zum Schutz vor Fliegerangriffen einen Tarnanstrich.



























































































